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🇪🇺June 25, 2026

US-Kerninflation steigt auf 3,4 Prozent – Druck auf Fed wächst

Der US-Verbraucherpreisindex PCE ist im Mai auf 3,4 Prozent gestiegen und hat damit den höchsten Wert seit November 2023 erreicht. Dies verschärft den geldpolitischen Handlungsdruck auf die US-Notenbank und reduziert ihren Spielraum für weitere Maßnahmen.

Der Verbraucherpreisindex PCE, ein zentrales Inflationsmessgrößenbarometer der USA, ist im Mai auf 3,4 Prozent angewachsen. Nach Angaben in den verfügbaren Berichten handelt es sich hierbei um den höchsten Stand seit November 2023. Diese Entwicklung signalisiert eine Beschleunigung der Teuerungsprozesse in der weltweit größten Volkswirtschaft und verschärft damit die Herausforderungen für die Geldpolitik.

Die Ankündigung deutet darauf hin, dass der inflationäre Druck in den USA persistenter ist als erhofft. Dies erhöht unmittelbar den geldpolitischen Druck auf die Federal Reserve, deren Spielraum für zinspolitische Lockerungen sich dadurch erheblich verringert. Bislang hatte die Fed in diesem Zyklus eine geduldige Haltung eingenommen und Zinssenkungen aufgeschoben. Der neuerliche Anstieg der Kerninflation könnte diese Zurückhaltung weiter verlängern oder gar eine Erhöhung des Leitzinsniveaus rechtfertigen.

Für europäische und globale Märkte ist diese Entwicklung von Bedeutung: Eine straffere US-Geldpolitik würde den US-Dollar stützen, die Finanzierungsbedingungen weltweit verschärfen und den Renditeaufstieg bei US-Staatsanleihen verstärken. Dies hätte unmittelbare Auswirkungen auf europäische Aktien, Anleihen und Wechselkurse. Zudem könnte eine längere Phase höherer US-Zinsen das globale Wachstum bremsen und Schwellenländer zusätzlich belasten.

Source: Handelsblatt Online Top-Themen

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