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🇪🇺July 2, 2026

Bayer gliedert US-Glyphosatgeschäft in neue Tochter Ruveon aus

Der Dax-Konzern Bayer hat sein US-amerikanisches Glyphosatgeschäft in die eigenständige Tochtergesellschaft Ruveon ausgegliedert. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund zahlreicher Rechtsstreitigkeiten in den USA gegen den umstrittenen Unkrautvernichter.

Bayer hat angekündigt, sein Glyphosatgeschäft in den Vereinigten Staaten in die neu gegründete Tochtergesellschaft Ruveon auszugliedern. Nach Berichten der Ankündigung wird die eigenständige Tochter das Geschäft mit dem kontroversen Unkrautvernichter künftig führen. Die Auslagerung steht in direktem Zusammenhang mit der anhaltenden Klagewelle gegen das Herbizid in den USA, wo sich der Konzern mit zahlreichen Schadensersatzforderungen konfrontiert sieht.

Die Ausgliederung in eine separate Gesellschaft stellt für Bayer eine strategische Maßnahme dar, um das Kerngeschäft des DAX-Konzerns von den rechtlichen Risiken des Glyphosatgeschäfts zu trennen. Durch die Gründung einer eigenständigen Tochter kann das Unternehmen die Haftungsrisiken gezielter strukturieren und begrenzen. Analysten und Marktbeobachter sehen in solchen Umstrukturierungen eine gängige Praxis bei Unternehmen, die mit erheblichen Rechtsrisiken in bestimmten Geschäftsbereichen konfrontiert sind. Die Trennung ermöglicht es dem Konzern zugleich, sein Kerngeschäft von volatilen Rechtsstreitigkeiten abzuschirmen und Investorensicherheit zu bewahren. Für den europäischen Finanzmarkt unterstreicht dieser Schritt die anhaltende Bedeutung von Governance-Fragen und Haftungsmanagement bei großen Industriekonzernen.

Source: Handelsblatt Online Top-Themen

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