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🇪🇺July 17, 2026

MBS-Chef Sünberg kritisiert Bundeswehr-Beschaffungspolitik

Sven Sünberg, Chef der Satellitenfirma MBS, hat die Beschaffungspolitik der Bundeswehr kritisiert und beklagt, dass der Mittelstand bei Rüstungsaufträgen zu wenig berücksichtigt wird. Der Raumfahrtmanager plädiert für eine grundsätzliche Umgestaltung der staatlichen Beschaffungspraxis.

Der Chef der Satellitenfirma MBS, Sven Sünberg, hat sich kritisch zur aktuellen Beschaffungspolitik der Bundeswehr geäußert. Nach Angaben der Meldung beklagt der Raumfahrtmanager, dass mittelständische Unternehmen bei der Vergabe von Rüstungsaufträgen systematisch außen vor bleiben. Sünberg nutzte dabei eine prägnante Formulierung: Die Bundesregierung sollte sich in ihrer Beschaffungspolitik stärker an bewährten, praktischen Prinzipien orientieren – eine Anspielung auf traditionelle Wirtschaftswerte, wie sie etwa in seinem Umfeld verankert sind.

Die Kritik des MBS-Chefs berührt ein grundsätzliches Problem in der europäischen Rüstungs- und Weltraumindustrie. Mittelständische Unternehmen mit technologischer Expertise spielen zwar eine wichtige Rolle in modernen Lieferketten, werden aber bei der direkten Auftragsvergabe häufig übersehen. Für Anleger und Marktteilnehmer ist dies relevant, da es die Fragmentierung des europäischen Rüstungssektors widerspiegelt und potenzielle Effizienzgewinne blockiert. Eine stärkere Einbeziehung des Mittelstands in Beschaffungsprozesse könnte Innovationsdynamik steigern und die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors verbessern. Gleichzeitig würde dies Lieferketten diversifizieren und Abhängigkeitsrisiken reduzieren – ein wichtiger Faktor für europäische Sicherheitspolitik.

Source: DER SPIEGEL - Wirtschaft

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